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Hauthelfer / Juckende Haut / Windpocken

Windpocken – Achtung ansteckend!
Windpocken-Viren werden sehr leicht übertragen – fast jeder Kontakt führt zu einer Ansteckung

Frau fasst krankem Kind an die Stirn

Windpocken (Varizellen) sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Am häufigsten kommt sie bei Kindern vor. Deshalb werden Windpocken, genau wie Masern oder Röteln, zu den typischen Kinderkrankheiten gezählt. Die meisten Kinder haben bis zum 14. Lebensjahr unter einer Windpockenerkrankung gelitten.1 Das Gute daran: Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, der ist für den Rest seines Lebens gegen diese Krankheit immun.

Im Erwachsenenalter kann es bei einer Ansteckung mit Windpocken zu Komplikationen kommen, während die Krankheit bei Kindern meist harmlos verläuft. Besonders gefährlich sind Windpocken in der Schwangerschaft. Wenn allerdings der Ausbruch der Krankheit in der Kindheit nur sehr leicht war oder sehr früh stattfand, kann man sich wiederholt mit Windpocken anstecken.2

Seit 2004 gibt es eine Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) für die Impfung gegen Windpocken bei Kindern und Jugendlichen (Varizellen-Impfung).

Hohe Ansteckungsgefahr bei Windpocken

Windpocken-Erreger sind die Varizella-Zoster-Viren. Sie zählen zu den Herpes-Viren und sind hochansteckend. Die Erreger werden durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Ausatmen, Niesen oder Husten – bei einer Tröpfcheninfektion gelangen die Erreger in die Luft und können so andere Menschen befallen.

Bei der Schmierinfektion ist eine Berührung des Bläscheninhalts der Auslöser für eine Ansteckung mit Windpocken. Im Durchschnitt dauert es 14-16 Tage von der Zeit der Ansteckung bis zum Ausbruch der Windpocken. Diese Zeitspanne nennt man auch Inkubationszeit. Schon vor Auftreten des Hautausschlags sind Windpocken auf andere Menschen übertragbar.
Die Ansteckungsgefahr bei Windpocken hält so lange an, bis die Bläschen vollständig abgeheilt sind.

Krankheitsverlauf Windpocken

In der Regel verlaufen Windpocken unproblematisch. Die Krankheit dauert etwa 3-5 Tage und heilt dann ohne Komplikationen aus. Bei unkomplizierten Windpocken werden lediglich die Symptome therapiert, die Virusinfektion an sich wird nicht bekämpft. Treten Komplikationen auf, muss eine antivirale Therapie erfolgen.

Wissenswert:

Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gehören zur Risikogruppe für einen komplizierten Krankheitsverlauf bei Windpocken. Nach Ausheilung der Windpocken verbleiben die Erreger, die Varizella-Zoster-Viren, in einer Art Ruhestellung im Körper. Zu einem späteren Zeitpunkt können diese Viren wieder aktiv werden. Diese lösen dann allerdings keine Windpocken aus, sondern die sogenannte Gürtelrose (Herpes Zoster).

Symptome von Windpocken

Am Anfang verlaufen Windpocken relativ unspezifisch. Die typischen Windpocken-Symptome wie rote Flecken, Bläschen, Krusten, Juckreiz und meist nur kurzes Fieber setzen erst nach ca. zwei Tagen ein:

  1. bis 2. Tag:

    In den ersten beiden Tagen treten meist nur Fieber und Abgeschlagenheit auf.

  2. bis 5. Tag:

    Der rote, stark juckende Hautausschlag, der charakteristisch für Windpocken ist, entwickelt sich ab dem dritten bis fünften Krankheitstag. Symptome sind kleine, rote Flecken, die sich in Schüben auf dem Körper verbreiten und sich innerhalb kurzer Zeit zu Bläschen entwickeln. Diese sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Diese Flüssigkeit ist hochansteckend und kann bei einer Schmierinfektion übertragen werden. Die Bläschen jucken stark, platzen auf und verkrusten nach ein bis zwei Tagen.

Weiterer Krankheitsverlauf:

Da sich immer wieder neue Papeln bilden können, befinden sich am ganzen Körper Flecken und Blasen – Hauterscheinungen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, die man umgangssprachlich auch „Sternenhimmel“ nennt. Der überwiegende Teil der Bläschen bildet sich am Bauch, Rücken und im Gesicht. Es passiert nur selten, aber die Symptome der Windpocken können sich auch an den Schleimhäuten, Mund, Nase, Genitalien und After zeigen.

Juckreiz, Bläschen, Krusten: typische Windpocken-Symptome

Bei Windpocken tritt die Anzahl der Bläschen am Körper des Patienten ganz unterschiedlich auf. Kinder haben weniger Bläschen als Erwachsene. Durchschnittlich liegt die Anzahl der Bläschen bei 250-500. Weitere Windpocken-Symptome können auch noch als Fieber-, Kopf- und Gliederschmerzen und als ein allgemeines Müdigkeitsgefühl auftreten – Symptome, die sich auch schon vor Ausbruch des Hautausschlags bemerkbar machen können.

Achtung Narbenbildung

An die typischen Windpocken-Symptomen wie Ausschlag und Bläschen können im späteren Leben Narben erinnern. Denn wenn die Patienten die juckenden Bläschen aufkratzen, können Bakterien eindringen. Die Bläschen entzünden sich, Narben bleiben zurück. Aber in der Regel ist von Windpocken-Symptomen nach Ausheilung der Krankheit nichts mehr zu sehen.

Kind mit Windpocken

1 http://www.gesundheit.de/krankheiten/infektionskrankheiten/kinderkrankheiten/windpocken
2 http://www.pharmazeutische-zeitung.online/index.php?id=2172

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