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Hauthelfer / Insektenstiche / Hornissenstiche

Hornissenstiche richtig behandeln
Harmloser als gedacht – was passiert bei einem Hornissenstich genau?

Hornisse auf einer Blüte

In der Regel sind Hornissen friedfertige und scheue Insekten. Der Mythos, dass sieben Hornissenstiche einen Menschen töten können, hält sich zwar hartnäckig, ist aber völlig falsch.

Hornissen besitzen, wie Wespen und Bienen, zur Verteidigung einen Stachel, über den sie dem „Angreifer“ eine spezielle Giftmischung unter die Haut spritzen. Das Gift der Hornisse ist zwar harmlos, sogar harmloser als das von Wespen und Bienen, verursacht aber ein brennendes Gefühl und damit ein größeres Schmerzempfinden.

Symptome von Hornissenstichen

Dass Hornissenstiche weitaus schmerzhafter sind als Stiche von anderen Insekten, liegt auch daran, dass sie einen größeren und längeren Stachel besitzen, der tiefer in die Haut eindringen kann als der Stachel von anderen Insekten.

Der Körper reagiert an der Einstichstelle auf das Gift der Hornissen. Die sichtbaren Symptome von Hornissenstichen, wie juckende Rötungen und Schwellungen, sind in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwunden.

Hornissenstiche verursachen, ähnlich wie Wespenstiche, Schmerz, Juckreiz und die Stelle um den Einstich herum rötet sich und schwillt an. Die Schwellung kann hagelkorngroß oder größer sein. Meist tritt eine Rötung der Haut rund um die Einstichstelle bis zu einer Fläche von 10 cm Durchmesser auf.

Hornissenstiche sind normalerweise nicht lebensgefährlich. Bei etwa 2-3 Prozent der Bevölkerung verursachen Hornissenstiche allergische Reaktionen.1 Ebenfalls gefährlich sind Hornissenstiche in Mund-, Hals- und Rachenraum, da sie Schwellungen und Atemnot verursachen können. In diesen Fällen muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Symptome von Hornissenstichen:

  • Schmerz
  • Juckreiz
  • Schwellung der Haut, rund um die Einstichstelle
  • Rötung der Haut, ca. 10 Zentimeter Radius um die Einstichstelle des Hornissenstiches herum
Hornisse, die zusticht

Hornissenstiche richtig behandeln

Um Hornissenstiche richtig einzuschätzen und die passenden Maßnahmen vorzunehmen, geht man am besten wie folgt vor:

  1. Welcher Körperteil ist betroffen?

    Erst einmal sollte die Einstichstelle lokalisiert werden. Befindet sich der Hornissenstich im Mund, Rachen oder Halsbereich, innen oder äußerlich, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Durch die Schwellung kann es zu Atemnot kommen und es droht Lebensgefahr! Bis ärztliche Maßnahmen eingeleitet werden, gilt es ruhig zu bleiben. Die Einstichstelle im Mund, Rachen oder Hals kann durch das Lutschen eines Eiswürfels gekühlt werden, bis der Notarzt eintrifft.

  2. Ist eine Allergie bekannt oder löst der Hornissenstich eine allergische Reaktion aus?

    Manche Menschen leiden an einer Insektengiftallergie und reagieren allergisch auf Stiche von Hornissen, Bienen oder Wespen. Die allergischen Reaktionen treten, unabhängig von der Einstichstelle, innerhalb weniger Minuten auf und äußern sich mit Symptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, großflächigen Hautreaktionen und Atemnot.

    Bei diesen allergischen Reaktionen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Ist eine Insektengiftallergie bekannt, sollten Betroffene stets ein vom Arzt zusammengestelltes Notfallset bei sich tragen, damit die Medikamente bei einem allergischen Schock in Reichweite sind.

    Wenn keine Allergie bekannt ist und keine Symptome auftreten, gibt es keinen Grund zur Panik. Das Beste ist es, ruhig zu bleiben. Kinder können leicht beruhigt werden, indem man sie darüber aufklärt, dass das Gift von Hornissen harmloser ist als das von Wespen und Bienen. Da der Stachel größer ist und tiefer in die Haut eindringen kann, ist lediglich der Einstich schmerzhafter.

  3. Desinfizieren und kühlen

    Optimalerweise wird die Einstichstelle des Hornissenstiches erst einmal desinfiziert. Dazu benutzt man am besten ein Desinfektionsspray speziell für die Haut. Die Einstichstelle wird vorsichtig eingesprüht oder man trägt das Desinfektionsmittel mit einem Wattebausch auf. Im Anschluss kann der Hornissenstich mit Eiswürfeln oder einem Coolpack gekühlt werden. Dadurch wird der Schmerz gelindert und die Schwellung reduziert.

    Ein Gel mit einem Antihistaminikum kühlt und lindert den Juckreiz.

    Bei entzündlichen Symptomen wie Schwellungen, Rötung und Juckreiz empfiehlt sich die Behandlung des Hornissenstiches mit einem niedrigdosierten Hydrocortison-Präparat, das die Symptome lindert und ab dem Schulkindalter angewendet werden kann.

  4. Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Wenn nach 2-3 Tagen keine deutliche Besserung der Symptome des Hornissenstichs eingetreten ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Behandlung des Fußes mit einem Kühlpad

Hornissenstiche vermeiden

Fernhalten vom Nest

Sehen Hornissen sich selbst oder ihr Nest in Gefahr, reagieren sie aggressiv und attackieren häufig auch Menschen. Daher gilt Vorsicht in der Nähe von Hornissennestern. Abseits des heimischen Nestes reagieren Hornissen auf eine Bedrohung aber stets zuerst einmal mit Flucht.

Nicht berühren

Hornissen stechen nur, wenn sie „gequetscht“ werden, sonst versuchen sie zu fliehen.

1 http://www.aktion-wespenschutz.de/Allergie/Allergie.htm

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*bei mäßig starken Hautentzündungen
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